Steuern Sparen

Ehe man sich des Vergehens der Steuerhinterziehung schuldig macht, lotet man natürlich hier zu Lande in Deutschland immer wieder die Möglichkeiten aus, wie man ganz legal Steuern sparen kann. Deutschland ist steuertechnisch eines der teuersten Länder Europas (nur Belgien ist in dieser Hinsicht noch teurer). Besonders sauer stößt einem dabei in aller Regel auf, dass der Staat sich genau dort die meisten Steuern abgreift, wo es am meisten weh tut: am sauer verdienten Einkommen. So ist es insbesondere die Lohn- bzw. Einkommenssteuer, die die deutschen überdurchschnittlich stark belastet. Das ärgert jene, die gut verdienen, insofern, da sie einen erheblichen Batzen abdrücken müssen (freilich ohne deswegen in existentielle Nöte zu kommen) und jene, die ohnehin wenig verdienen, müssen aus diesem wenig noch weniger machen.

Dabei ist es in der Tat eine längst überlieferte Tatsache, dass auch im Finanzamt Menschen arbeiten. Und mit diesen Menschen kann man reden. Und noch besser: Man kann ihnen mit dem Steuerfreibetrag kommen. Der Steuerfreibetrag stellt jenes Grundeinkommen dar, das nicht versteuert werden darf (aus existentiellen Gründen). Der Steuerfreibetrag schwankt in seinen Dimensionen immer leicht. Meist liegt der Betrag aber zwischen 7.600 und 7.800 Euro. Dies ist also der Betrag, der nicht versteuert werden darf. Das zählt im Übrigen auch auf das gesamte Einkommen bezogen, wenn dieses auch mitunter deutlich darüber liegt. Wer nun beispielsweise im Jahr 25.000 Euro verdient, dem werden auch nicht alle 25.000 Euro versteuert. Denn von diesen ist immer noch der Steuerfreibetrag abzuziehen, da dieser ein Grundeinkommen darstellt, das unter keinen Umständen versteuert wird – auch wenn mehr verdient wurde.

Um diesbezüglich auf der sicheren Seite zu sein und einen guten Anteil der eigenen Schäfchen im Trockenen zu halten, ist es auf jeden Fall notwendig, den Steuerfreibetrag auf der eigenen Lohnsteuerkarte vermerken zu lassen. Dieser kann in seiner Größenordnung auch aufgrund des eigenen Status schwanken. So gestaltet sich der Steuerfreibetrag für Unternehmer anders als für Studenten oder für Arbeiter. Ein jeder, der des Öfteren auf seinen Lohn Zettel bzw. auf seine Kontoauszüge schaut, wird feststellen, wie erheblich die Steuerbelastung gerade bezogen auf das Einkommen hier zu Lande ist. Es spricht also absolut nichts dagegen, sich diese nahezu 8.000 Euro auf die sichere Seite zu holen, wenn man die steuerliche Last bedenkt, die diese Ansonsten sichtbar schmälern würde.